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Herbstgrasmilben beim Hund – und warum sie längst kein reines Herbstproblem mehr sind

  • Autorenbild: Alexandra Huber
    Alexandra Huber
  • 13. März
  • 2 Min. Lesezeit

Viele Hundehalter*innen kennen das Phänomen: Kaum wird es Spätsommer oder Herbst, beginnt der Hund plötzlich, sich intensiv zu kratzen – besonders an den Pfoten. Schnell fällt der Verdacht auf Herbstgrasmilben. Doch der Name führt in die Irre. Diese Parasiten sind heute nicht mehr nur im Herbst aktiv, sondern können Hunde über viele Monate hinweg plagen.

Warum das so ist, woran du einen Befall erkennst und wie du deinen Hund schützen kannst, erfährst du in diesem Beitrag.


Was sind Herbstgrasmilben?

Herbstgrasmilben (Neotrombicula autumnalis) sind winzige, orangefarbene Larven, die sich von Hautzellen und Gewebsflüssigkeit ernähren. Die erwachsenen Milben leben im Boden und sind harmlos – problematisch sind ausschließlich die Larven, die beim Kontakt mit einem Wirt zubeißen.

Sie sitzen bevorzugt:

  • zwischen den Zehen  

  • an den Pfoten  

  • am Bauch  

  • an dünn behaarten Körperstellen  


Warum heißen sie Herbstgrasmilben?

Früher wurden die Larven vor allem im Spätsommer und Herbst beobachtet. Die klimatischen Bedingungen waren klarer strukturiert: warme Sommer, kühlere Herbstnächte, deutliche Jahreszeiten. In dieser Phase fanden die Larven ideale Bedingungen, um aktiv zu werden.

Heute sieht die Situation anders aus.

Warum Herbstgrasmilben heute fast das ganze Jahr aktiv sein können

Durch milde Winter, feuchte Böden und längere Wärmeperioden haben Herbstgrasmilben viel mehr Zeit, um aktiv zu sein.

Das führt zu:

  • verlängerten Aktivitätsphasen – oft von Frühling bis Spätherbst  

  • mehreren Generationen pro Jahr  

  • regional sogar nahezu ganzjähriger Aktivität  

  • höherem Risiko für empfindliche Hunde  

Kurz gesagt: Der Klimawandel macht Herbstgrasmilben zu Ganzjahresplagegeistern.


Woran erkennst du einen Befall?

Ein Befall zeigt sich häufig sehr deutlich.

Typische Anzeichen sind:

  • intensiver Juckreiz, besonders an Pfoten und Bauch  

  • rote Punkte oder kleine Krusten  

  • orangefarbene „Pünktchen“ zwischen den Zehen (mit Lupe sichtbar)  

  • bei hellem Fell: auffällige orangefarbene Verfärbungen, besonders an Pfoten, Bauch und dünn behaarten Stellen  

  • Lecken, Knabbern oder Scharren  

Viele Hunde reagieren sehr empfindlich auf die Bisse – manche sogar allergisch.

(Wichtig: die Milbenlarven sind nicht von Auge aus sichtbar.)


Wie kannst du deinen Hund schützen?

Ein paar einfache Maßnahmen helfen, das Risiko zu reduzieren:

  • Pfoten und Bauch nach dem Spaziergang abspülen. So entfernst du Larven, bevor sie sich festbeißen.

  • Belastete Wiesen meiden

  • Feuchte Wiesen, Waldränder und Gärten mit vielen Nagern sind typische Hotspots.

  • Regelmäßige Fell- und Hautkontrolle

  • Besonders bei empfindlichen oder allergischen Hunden.

  • Natürliche Schutzprodukte nutzen


Produkte, die die Hautbarriere stärken und Parasiten fernhalten, können sehr hilfreich sein.


Fazit

Herbstgrasmilben sind längst kein saisonales Problem mehr. Durch veränderte Umweltbedingungen können sie Hunde über viele Monate hinweg belasten. Mit guter Pflege, regelmäßiger Kontrolle und einem passenden Schutz kannst du deinem Hund jedoch zuverlässig helfen.


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